Jemen Jemen

Jemen

Allgemeines

Lage

Vorderasien, Arabische Halbinsel.

Fläche

527.968 qkm (203.850 qm).

Bevölkerungszahl

26.731.317 (2015).

Bevölkerungsdichte

50,6 pro qkm.

Hauptstadt

Sana'a. Wirtschafts- und Handelshauptstadt: Aden.

Staatsform

Islamische Präsidialrepublik seit 1991. Neue Verfassung von 2001. Parlament mit 301 Mitgliedern.

Geographie

Jemen grenzt im Norden an Saudi-Arabien, im Osten an Oman und im Süden an den Golf von Aden, im Westen liegt das Rote Meer. Die Inseln Perim und Kamaran im Roten Meer und Socotra im Indischen Ozean gehören ebenfalls zu Jemen. Das Land ist überwiegend bergig und steigt stufenförmig bis auf fast 4000 m an. Der Hadramaut ist eine Bergkette an der Küste. Das Hochplateau im Landesinneren steigt steil von ca. 200 m auf 4000 m an, der höchste Gipfel ist der Jabal Nabi Shoveb. Die zwischen 50 km und 100 km breite Tihama ist eine flache Halbwüste an der Westküste. In den Tälern wird Landwirtschaft betrieben sowie Baumwolle und Getreide angebaut. Im Osten fallen die Berge zur arabischen Wüste Rub al-Khali hin ab.

Sprache

Amtssprache ist Arabisch. In Städten wird teilweise Englisch gesprochen.

Religion

Islam (Mehrheit: Sunniten, einige Zaiditen). Kleine christliche und hinduistische Minderheit.

Ortszeit

MEZ + 2.
Keine Sommer-/Winterzeitumstellung in Jemen.
Differenz zu Mitteleuropa beträgt im Winter +2 Std. und im Sommer +1 Std.

Netzspannung

220 V, 50-60 Hz.

Regierungschef

Abdul Aziz Bin Habtour, seit Oktober 2016.

Staatsoberhaupt

Saleh al-Sammad (Präsident des Obersten Rates), seit August 2016.

Klima

Klima

Je nach Höhenlage unterschiedlich. An der Küste ganzjährig heiß und trocken mit Temperaturen zwischen 34°-53°C. Im Hochland im Sommer warm, im Winter (Oktober - März) nachts sehr kalt. Die jährliche Niederschlagsmenge ist sehr gering. In Wüstengebieten starke Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht. Die angenehmste Jahreszeit ist zwischen Oktober und April.

Reiseverkehr - National

Flugzeug

Yemenia (IY) (Internet: www.yemenia.com) bietet zwischen Sana’a, Taiz, Hodeida und Aden an. Buchungen sollten vor der Abreise überprüft und bestätigt werden.

Schiff

Fähren verbinden alle jemenitischen Häfen. Einzelheiten von den Hafenbehörden.

Bus/Pkw

Das Straßennetz hat eine Länge von ca. 67.000 km, davon sind knapp 10.000 km asphaltiert. Die Straßen in Sana’a und von Taiz nach Mokka sind gut. Von Aden nach Taiz fährt man 5 Std. Es gibt eine Verbindungsstraße von Aden nach Sana’a und eine 500 km lange Straße von Aden nach Mukalla. Die anderen Straßen sind meist Wüstenpisten. Fahrzeuge mit Allradantrieb und ein Führer sind unerlässlich. Fahrten abseits der befestigten Straßen können wegen möglicher Minenfelder lebensgefährlich sein. Achtung: offiziell herrscht Rechtsverkehr, aber manche Einheimische fahren links.

Busse
verkehren regelmäßig zwischen den Städten.

Taxis
haben gelbe Nummernschilder. Sammeltaxis (weiß mit horizontalen Streifen) sind das preiswerteste Verkehrsmittel für längere Strecken. In Städten gilt eine Mindestgebühr, bei längeren Fahrten sollte man den Fahrpreis im Voraus vereinbaren.

Mietwagenfirmen
gibt es in allen Städten. Mindestalter 25 Jahre.

Unterlagen:
Internationaler Führerschein. Eine auf drei Monate beschränkte Fahrerlaubnis ist gegen Vorlage des nationalen Führerscheins erhältlich.

Reiseverkehr - International

Flugzeug

Von Wien gibt es Verbindungen über Frankfurt oder mit Egyptair (MS) über Kairo, von Zürich über Frankfurt, Stuttgart, München oder mit Emirates (EK) über Dubai.

Airpässe

Mit dem Middle East Airpass der Star Alliance können Reisende auf bis zu zehn Flügen die Länder Ägypten, Bahrain, Jemen, Jordanien, Katar, Kuwait, Libanon, Libyen, Oman, Saudi-Arabien, Sudan, Syrien und die Vereinigten Arabische Emirate erkunden. Nähere Informationen sind auf der Internetseite der Star Alliance, www.staralliance.com, erhältlich. Mit dem Visit Middle East Pass der Allianz Oneworld können Reisende beliebig viele Flüge (mindestens 3 Flüge) bei den teilnehmenden Fluggesellschaften British Airways, Cathay Pacific, Qatar Airways und Royal Jordanian buchen und die folgenden 12 Länder bereisen: Ägypten, Bahrain, Iran, Irak, Jemen, Jordanien, Kuwait, Libanon, Oman, Saudi Arabien, Qatar und Vereinigte Arabische Emirate.

Flughafengebühren

Keine.

Internationale Flughäfen

Sana'a International (SAH) (El-Rahaba) liegt 13 km nördlich der Stadt (Fahrzeit 30 Min.). Taxis stehen zur Verfügung. Flughafeneinrichtungen: Bank, Hotelreservierung, Duty-free-Shops, Geschäfte, Tourist-Information, Restaurants (alle 24 Std. geöffnet) und Autovermietung.

Aden Khormakasar (ADE)
liegt 11 km außerhalb der Stadt (Fahrzeit 20 Min.). Busse, Taxis und Mietwagen sind vorhanden (Busse fahren unregelmäßig).

Ta'izz (TAI) (al-Janad) liegt 4 km außerhalb der Stadt (Fahrzeit 10 Min.). Autovermietung; Taxis und Busse stehen zur Verfügung.

Hodeida (HOD) liegt 8 km außerhalb der Stadt. Autovermietung; Taxis und Busse stehen zur Verfügung.

Schiff

Die größten internationalen Häfen sind Aden, Hodeida, Mokka und Mukalla. Der Jemen wird von internationalen Kreuzfahrten angelaufen.

Bus/Pkw

Es gibt Straßen von Riyadh, Mekka und Jeddah (in Saudi-Arabien) nach Sana'a, die An- und Einreise mit Pkw und Bus nach Jemen ist jedoch nicht zu empfehlen.

Kommunikation

Anmerkung

 

Telefon

Internationale Direktdurchwahl.

Mobiltelefon

GSM 900. Hauptanbieter ist die Yemen Mobile Phone Company 'Sabafon'.

Fax

Wird von einigen Hotels angeboten.

Internet/E-Mail

Hauptanbieter: TeleYemen (Internet: www.y.net.ye). In den größeren Städten gibt es Internetcafés.

Telegramme

Kann man bei der Yemen Telecommunications Co. am Steamer Point (24 Std.) und in Crater aufgeben.

POST- UND FERNMELDEWESEN

Luftpost von Sana'a nach Europa benötigt 4 Tage, von anderen Städten länger. Öffnungszeiten: Sa-Do 08.00-14.00 und 16.00-20.00 Uhr.

Deutsche Welle

Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0228) 429 32 08. Internet: www.dw-world.de) anzufordern.

Urlaubsorte & Ausflüge

Einleitung

Die Republik Jemen ist das am wenigsten bekannte, jedoch landschaftlich und kulturell mitunter reizvollste Land Arabiens. Ein Großteil des Landes liegt über 3000 m hoch, Besucher sollten daher eine Akklimatisierungszeit einplanen.
Individualreisen sollten aufgrund des erhöhten Risikos nur mit zuverlässigen und erfahrenen jemenitischen Reiseagenturen unternommen werden. Eine Liste ist bei der deutschen Botschaft in Sana’a erhältlich. Vor Reisen in den nördlichen und nordöstlichen Landesteilen wird ausdrücklich gewarnt.

Die Zentralregion

-Sana’a, die Hauptstadt, liegt an der Handelsstraße zwischen Aden und Mekka. Die Stadt wurde im 1. Jahrhundert n. Chr. gegründet und soll Legenden zufolge in biblischen Zeiten eine Rolle gespielt haben. Die Altstadt ist von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt worden. Die meisten der bis zu siebenstöckigen Häuser sind über 400 Jahre alt. Die Zitadelle Qasr al-Silah wurde nach der Einführung des Islam im 7. Jahrhundert gebaut und ist sehr gut erhalten geblieben. Das alte Stadtzentrum wird von den Überresten der Stadtmauer umgeben, die man im Süden in der Zuberi-Straße vor dem Bab al-Yemen (Tor zum Jemen) und im Osten am Berg Nugum sehen kann. Die Mauer erstreckt sich von der Zitadelle zum Bab Sha’oob im Norden bis zu dem Taherir-Platz. Der 1000 Jahre alte Markt Souk al-Milh, der am Bab al-Yemen beginnt, ist in 40 unterschiedliche Handwerks- und Handelsbereiche aufgeteilt. Besonders interessant ist der Gewürzmarkt. Der Souk al-Nahaas war früher ein Kupfermarkt; heute findet man hier bestickten Kopfschmuck, Gürtel und Jambias (gebogene Dolche). Die Große Moschee von Sana’a ist die älteste und größte Moschee Sanaas und eine der ältesten in der arabischen Welt. Sie wurde zu Lebenszeiten des Propheten Mohammed gebaut und im Jahre 705 vergrößert. Der Grundriss ist typisch für die frühen arabischen Bauwerke: ein offener Hof wird von überdachten Galerien umschlossen. Das Nationalmuseum liegt am Taherir-Platz im Dar al-Shukr (Palast der Dankbarkeit). Hier gibt es interessante Ausstellungen aus vorislamischer Zeit, Bronze-Statuen, Volkskunst sowie einen schönen Mashrabia (zur Wasserkühlung). Überwältigend sind die mehrstöckigen, prunkvollen Häuser in der Stadtmitte, die mit filigranen Stuck- und Alabasterarbeiten reich verziert sind.-Rawdha, 8 km nördlich von Sana’a, ist eine Gartenstadt. Sehenswert ist die Moschee, die Ahmed Ibn al-Qasim erbauen ließ. Im Rawdha-Palast ist heute ein Hotel untergebracht.-Amran liegt nördlich von Rawdha. Die Stadt befindet sich am Rand des fruchtbaren Al-Bawn-Beckens. Amran ist von alten Tonmauern aus der Zeit des Königreichs der Sabäer umschlossen.-Hajja liegt eine Tagesreise nordwestlich von Sana’a. Die Umgebung besteht aus hohen Bergen und tiefen Tälern, einschließlich des Wadi Sherez (1000 m ü. d. M.) und des Kohlan (2400 m ü. d. M.). Die Zitadelle Hajja thront auf dem gleichnamigen Hügel und ist für die unterirdischen Verliese bekannt.
Der Berg Hadda liegt südlich von Sana’a. An seinen Hängen liegen zahlreiche Dörfer und Obstgärten. Hier wachsen Aprikosen-, Pfirsich-, Walnuss- und Mandelbäume. Im Dorf Hadda gibt es alte türkische Mühlen zu besichtigen.
Das Wadi Dhar liegt 10 km von Sana’a entfernt und ist ein idyllisches Tal, in dem Weintrauben, Granatäpfel und Zitrusfrüchte wachsen.-Shibam, 36 km von Sana’a entfernt, ist eine Siedlung aus der vorislamischen Zeit, die von der großen Festung Koukaban geschützt wurde.

Der Westen & Südwesten

-Die Halbwüste Tihama (»heiße Erde«) im Westen, in der es kaum regnet, ist heiß, schwül und nur wenig bevölkert. Die Straße, die von Sana’a nach Süden führt, verläuft durch eine Gebirgslandschaft vorbei an Dhofar, der alten Hauptstadt der Himyariten (115 v. Chr. - 525 n. Chr.) und Ibb, einem früher wichtigen Rastplatz an der Straße von Sana’a nach Taiz. Die Überreste der Stadtmauer und des Aquäduktes sind gut erhalten geblieben. Der Sumara-Pass auf 2700 m Höhe ermöglicht einen herrlichen Panoramablick über das Yarim- und das Dhamar-Becken.-Taiz liegt im Süden des Landes in 1400 m Höhe. Die Altstadt ist durch die schnell wachsende, moderne Stadt fast vollständig verdrängt worden; nur einige alte Häuser und Moscheen sind übrig geblieben. Diese liegen an der Südseite innerhalb der gut erhaltenen Stadtmauer (13. Jahrhundert). Im Norden stehen nur noch die Tore Bab Musa und Al-Bab al-Kabir. Die Festung Al-Qahera liegt innerhalb der Stadtmauern. In Taiz befinden sich auch die Moscheen Al-Ashrafiya und Al-Mudhaffar, die vermutlich schönsten in Jemen. Das Museum im Imam-Ahmad-Palast gibt Einblicke über das Leben des Königs Imam Ahmad. Der Legende nach ist nach Imams Tod in seinem »Anti-Revolutions-Palast« nichts verändert worden. Der Salah-Palast, ein weiteres Museum der königlichen Familie, liegt östlich der Stadt. Der Souk Taiz ist eine Fundgrube schöner Waren und Reisemitbringsel.
Der Berg Saber liegt 18 km von Taiz entfernt und ermöglicht einen wunderschönen Blick auf Taiz und das Taiz-Becken.-Mokha ist eine alte Hafenstadt am Roten Meer aus der himyaritischen Zeit. Im 17. und 18. Jahrhundert wurde von hier aus Kaffee in alle Welt exportiert. Mokhas Glanz und Reichtum fanden ein Ende als Kaffee auch in anderen Regionen angebaut wurde. Der Hafen wurde kürzlich modernisiert und die Verbindungen nach Mokha verbessert, um die alte und einstmals reiche Stadt wieder aufleben zu lassen.-Hodeida kann man über die Berge von Manakha erreichen. Diese moderne Stadt am Roten Meer hat einen bedeutenden Hafen, der erst 1961 fertig gestellt wurde. Sehenswert sind der Fischmarkt und die traditionellen hölzernen Fischerboote.-Beit al-Faqih, 60 km von Hodeida entfernt, hat einen interessanten Markt, auf dem Kunstgewerbeartikel verkauft werden. Manakha liegt in den Haraz-Bergen und war früher ein Rastplatz osmanischer Händler. Die traditionellen Ismaeli-Dörfer liegen im Osten.

Der Norden

-Zwischen Sana’a und Sada im Norden liegt das Wadi Wa’aar mit subtropischem Klima und endlosen Mango-, Papaya- und Bananenhainen. In dieser Region erhebt sich das riesige Shahara-Bergmassiv. Der höchste Berg ist 3000 m hoch. Die Shahara-Brücke, die im 17. Jahrhundert erbaut wurde, verbindet zwei Berge und kann zu Fuß überquert werden.-Sada ist noch heute von Stadtmauern umgeben und war früher ein Bergbau- (Eisenerz) und Gerbereizentrum sowie ein wichtiger Rastplatz an der himyaritischen Handelsstraße von Sana’a nach Mekka. Später wurde aus Sada die Hauptstadt des Zaydi-Staates und Zentrum der Zaydi-Lehre, einer Richtung des schiitischen Glaubens. Die Al-Hadi-Moschee ist eine wichtige Kultstätte des Zaydismus. Das interessante Najran-Tor befindet sich im Norden der Stadt. Die Große Moschee ist das Wahrzeichen Sadas. Auf dem Markt werden u. a. traditionelle Steinhalsbänder und schöne Silberarbeiten angeboten. Die Sada-Festung mit ihren dicken Mauern war früher die Residenz des Königs Imam und ist heute Sitz der Provinzregierung. Außerhalb der Stadt liegt der Zaydi-Friedhof mit interessanten Grabsteinen. Das Sada-Becken ist sehr fruchtbar.

Der Osten

-Die Al-Mashrik-Berge im Osten des Landes steigen von 1100 m bis auf 3000 m an. Die Landschaft geht allmählich in Sanddünen über und die Bevölkerungsdichte nimmt ab.-Mareb war einst Hauptstadt des Königreiches Saba. Einen Besuch wert ist der Awwan-Tempel, angeblich der Tempel der Königin von Saba. Die behauenen Steinblöcke sind das Testament der Stadt. Südwestlich von Mareb liegt der gewaltige Mareb-Staudamm, der vor Tausenden von Jahren zur Bewässerung diente. Bis 570 n. Chr. wurde der Damm genutzt, dann siedelte sich die Bevölkerung im Norden des Landes an. Die eindrucksvolle Steinmauer ist 600 m lang und 18 m dick.

Aden

-Die Geschichte Adens als Hafenstadt reicht weit zurück. Der Hafen wurde im biblischen Buch von Hesekiel (ca. 6. Jh. v. Chr.) genannt. Das Nationalmuseum des Altertums in der Nähe des Tawahi-Hafens beherbergt eine interessante Sammlung vorislamischer Kunst. Crater, der älteste Stadtteil, liegt im Krater eines erloschenen Vulkans. Hier stehen die ältesten Gebäude der Stadt. Zu sehen sind noch die Adentanks, Felsenlager mit einer unglaublich hohen Wasserkapazität. Wenn es regnet, füllt sich der oberste Tank zuerst und speist dann die unteren. In Crater gibt es auch ein Völkerkundemuseum und ein Militärmuseum. Die Moschee von Sayyid Abdullah al-Aidrus (14. Jh.) erinnert an den Schutzheiligen von Aden. In Ma’allah können Besucher traditionelle arabische Boote sehen. Südlich von Aden liegt Klein-Aden, ebenfalls in einem Vulkankrater.

Wirtschaftsprofil

Wirtschaft

Bruttoinlandsprodukt:
ca. 55,28 Mrd. US$ (2008)
pro Kopf: ca. 2,400 US$ (2008)

Wachstumsrate: ca. 3,2 % (2008)

Arbeitslosenrate: ca. 35 % (2003)

Inflationsrate: ca. 19 % (2008)

Bevölkerung unter der Armutsgrenze: ca. 45,2 % (2003)

Anteil der Wirtschaftssektoren am Bruttoinlandsprodukt:
Landwirtschaft: 10,3 % (2008)
Industrie: 56,5 % (2008)
Dienstleistungen: 33,2 % (2008)

Wichtige Wirtschaftszweige:
Landwirtschaft (Kaffee, Baumwolle und Früchte), Viehzucht, Fischerei, Erdöl und Erdgas

Außenhandel
Importe: ca. 8,829 Mrd. US$ (2008)
Exporte: ca. 8,977 Mrd. US$ (2008)

Wichtige Handelsbeziehungen:
Thailand, China (VR), Vereinigte Arabische Emirate, Singapur, Japan, Indien, USA, Kuwait

Mitgliedschaft in internationalen Organisationen:
Vereinte Nationen mit Unterorganisationen; Weltbank, IMF, Arabische Liga, Islamische Konferenz, IATA, Blockfreien-Bewegung, Antrag auf Mitgliedschaft in WTO wurde im Jahr 2000 gestellt

Umgangsformen

In Geschäftskreisen wird Englisch gesprochen. Terminvereinbarung ist üblich, auf Pünktlichkeit wird Wert gelegt. Auch während geschäftlicher Treffen wird häufig Khat gekaut.

Geschäftszeiten:
Mo-Mi 08.00-12.30 und 16.00-19.00 Uhr sowie Do 08.00-11.00 Uhr.
Behörden: So-Do 08.00-14.00 Uhr.

Kontaktadressen

Handelsabteilung der Botschaft der Republik Jemen
Budapester Str. 37, D-10787 Berlin
Tel: (030) 897 30 50.
Internet: www.botschaft-jemen.de

Österreichisch-Arabische Handelskammer
Lobkowitzplatz 1, A-1015 Wien
Tel: (01) 513 39 65.
Internet: www.aacc.at

General Investment Authority
PO Box 19022, YE-Sana'a
Tel: (01) 26 29 62.
Internet: www.giay.org

Land & Leute

Essen & Trinken

Hotelrestaurants und einige private Restaurants bieten sowohl internationale Spezialitäten (besonders indische und chinesische Küche) als auch arabische Gerichte an. Meeresfrüchte sind besonders empfehlenswert. Haradha (ein Gericht aus Hackfleisch mit Pfeffer) ist äußerst schmackhaft. Getränke: Alkohol ist nicht überall erhältlich, wird aber in einigen Hotels angeboten. Es ist verboten, Jemeniten alkoholische Getränke zu verkaufen.

Nachtleben

Findet überwiegend in den Hotels statt (s. Unterkunft).

Einkaufstipps

Auf den Souks (Märkten) können Besucher stöbern und sich nach Kunstgewerbeartikeln umsehen. Schöne Souvenirs sind Foutah (Nationaltrachten), Lederartikel, Jambia (Dolche), Kerzenständer, Halstücher (mit Goldfäden durchwoben), Bernstein sowie bunte Kissen und Keramikwaren. Gold- und Silberarbeiten, Gewürze, Parfüm, Bukhur-Räucherstäbchen mit passendem Gefäß und bunte Matten sind ebenfalls sehr beliebt. Öffnungszeiten der Geschäfte: i. A. So-Do 08.00-13.00 und 16.00-21.00 Uhr.

Sport

In den größeren Hotels findet man Squash- und Tennisplätze, Swimmingpools und Saunas. Viele der Strände eignen sich gut zum Baden. In einigen Schwimmvereinen kann man auch vorübergehend Mitglied werden.

Sitten & Gebräuche

Traditionelle Werte sind auch heute noch ein wichtiger Bestandteil des täglichen Lebens, und Besucher werden mit traditionellen Höflichkeitsformen und Gastfreundschaft begrüßt. Im Norden werden Gewehre über der Schulter getragen und ergänzen den traditionellen Jambia. In den Städten sind Frauen mit schwarzen oder bunten Tüchern verschleiert, in den Dörfern sieht man dies weniger. Viele Einwohner kauen Khat, Blätter eines einheimischen Strauches, die eine narkotische Wirkung besitzen. Man kaut sie auf Märkten und in Cafés, meist jedoch auf Kissen sitzend in den sogenannten Mafrai, ganz oben unter dem Dach eines mehrstöckigen Hauses, wo sich das soziale Leben abspielt. Besucher sollten zurückhaltende Alltagskleidung tragen, von Geschäftsleuten werden Anzüge erwartet. Männer sollten bei gesellschaftlichen Anlässen und in guten Restaurants Sakko und Krawatte tragen. In der Öffentlichkeit sollten sich Frauen soweit wie möglich verhüllen. Badekleidung und Shorts sollten nur am Swimmingpool getragen werden. Während des Fastenmonats Ramadan ist Rauchen verboten. (Weitere Informationen im Kapitel Islam im Anhang.) Trinkgeld: Kellner und Taxifahrer erwarten 10-15%.

Unterkunft

Hotels

In Sana'a reicht das Angebot von 3 bis 5-Sterne-Hotels. In Taiz und Hodeida befinden sich einige 3-Sterne-Hotels, und in Mareb gibt es ebenfalls ein 3-Sterne-Hotel. In Aden sind die Touristenhotels (darunter zwei Hotels von internationalem Standard) im Tawahi-Viertel zu finden. Ferner gibt es Hotels in Mukalla (al-Shaab), Seiyyum (al-Salaam), Shihr (al-Sharq), Mukheiras und Jaar. Außerhalb der größeren Städte und Urlaubsgebiete sind Unterkünfte begrenzt. Das Spektrum reicht generell von alten Palasthotels über moderne Luxushotels bis hin zu Funduks (Gasthäusern) und Nomadenzelten. Vorausbuchung wird empfohlen, und man sollte auf eine schriftliche Bestätigung bestehen. 15 % extra werden für Bedienung berechnet. Informationen von der General Authority of Tourism, Yemen, (s. Adressen).

Camping

In Khokha und Mokha sind Campingplätze vorhanden. Weitere Informationen von Reisebüros in Sana'a.

Gesundheit

Erforderliche Impfungen

VorsichtsmaßnahmenImpfung erforderlich
CholeraNein
Typhus & PolioJa-
Malaria2-
Essen & Trinken3-
Gelbfieber1

Gesundheitsvorsorge

Die medizinische Versorgung in Sanaa ist insgesamt für die meisten Fragestellungen ausreichend. Außerhalb der Hauptstadt ist jedoch mit erheblichen Einschränkungen zu rechnen bzw. eine Versorgung gar nicht gewährleistet. Ein Rettungswesen existiert nicht. Für Reisen in Höhenlagen sollte man eine Akklimatisationszeit einplanen.

Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschützt werden.

Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung mit Notrückführung wird dringend empfohlen.

Gesundheitszeugnis

Für Langzeitaufenthalte wird ein HIV-Test in englischer Sprache verlangt.

Hinweis

[1] Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden verlangt, die innerhalb von 6 Tagen nach Aufenthalt in einem von der WHO ausgewiesenen Infektionsgebiete einreisen wollen und über ein Jahr alt sind. Ausgenommen sind Reisende, die den Transitraum in den Infektionsgebieten nicht verlassen haben sowie Transitreisende in Jemen.

[2] Malariarisiko ganzjährig, vor allem jedoch zwischen September und Ende Februar unterhalb von 2000 m in allen Landesteilen mit Ausnahme von Aden Sanaa. Die vorherrschende gefährlichere Form Plasmodium falciparum soll gegen Chloroquin resistent sein. Empfehlung: Mückenschutz und Notfallmedikation.

[3] Wegen der Gefahr von Darminfektionen ist auf eine sorgfältige Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene zu achten. Wasser sollte generell vor der Benutzung zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden oder abgepackt gekauft werden. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist. Unpasteurisierte Milch sollte abgekocht werden. Trocken- und Dosenmilch nur mit keimfreiem Wasser anrühren. Milchprodukte aus ungekochter Milch sollten nicht konsumiert werden. Fleisch- und Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Der Genuss von rohen Salaten und Mayonnaise sollte vermieden werden. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden. Vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt.

Gesetzliche Feiertage

Feiertage

2016
1 Jan Neujahr
1 May Tag der Arbeit
22 May Tag der Einheit des Volkes
7 Jul Eid al-Fitr (Ende des Ramadan)
13 Sep Eid al-Adha (Opferfest)
26 Sep September Revolutionstag
3 Oct islamisches Neujahrsfest
14 Oct Tag der Revolution
30 Nov Unabhängigkeitstag
12 Dec Milad un Nabi (Geburtstag des Propheten Muhammad)

2017
1 Jan Neujahr
1 May Tag der Arbeit
22 May Tag der Einheit des Volkes
25 Jun Eid al-Fitr (Ende des Ramadan)
1 Sep Eid al-Adha (Opferfest)
22 Sep islamisches Neujahrsfest
26 Sep September Revolutionstag
14 Oct Tag der Revolution
30 Nov Unabhängigkeitstag
1 Dec Milad un Nabi (Geburtstag des Propheten Muhammad)
Die angegebenen Daten für islamische Feiertage sind nach dem Mondkalender berechnet und verschieben sich daher von Jahr zu Jahr. Während des Fastenmonats Ramadan, der dem Festtag Eid al-Fitr vorangeht, ist es Muslimen von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang untersagt zu essen, zu trinken oder zu rauchen, wodurch es zu Unterbrechungen oder Abweichungen im normalen Geschäftsablauf (u. a. reduzierte Öffnungszeiten von Geschäften und Behörden) und deshalb zu Einschränkungen für Reisende kommen kann. Viele Restaurants außerhalb der Hotels sind tagsüber geschlossen, und der Genuss von Alkohol und Zigaretten ist nur eingeschränkt möglich bzw. z. T. sogar strikt verboten, auch für nichtmuslimische Urlauber. In Hotelanlagen muss damit gerechnet werden, dass Mahlzeiten und Getränke während des Ramadan nur im Hotelrestaurant bzw. auf dem Zimmer eingenommen werden dürfen. Reisende sollten mit erhöhter Sensibilität in religiösen Angelegenheiten sowie in Fragen der Respektierung islamischer Traditionen rechnen. Einige Unterbrechungen können auch während des Eid al-Fitr auftreten. Dieses Fest, ebenso wie das Eid al-Adha, hat keine bestimmte Zeitdauer und kann je nach Region 2-10 Tage dauern.

zollfrei einkaufen

Zollfrei einkaufen

Folgende Artikel können zollfrei nach Jemen eingeführt werden (Erwachsene): 600 Zigaretten oder 60 Zigarren oder 250 g Tabak;
1 l alkoholische Getränke (nur Ausländer, die ihren Wohnsitz nicht in Jemen haben; nicht während des Ramadans);
1 Flakon Parfüm oder Eau de Toilette;
350 g Goldschmuck (nur Frauen);
Geschenke bis zu einem Wert von 100.000 YER, wenn sie nicht kommerziell genutzt werden.
Wertsachen sollten bei der Einreise deklariert und registriert werden, damit es bei der Ausreise nicht zu eventuellen Problemen kommt.

Einfuhrverbot

Schusswaffen ohne Einfuhrgenehmigung, Drogen (außer Qat), pornographisches Material (d.h. fast jede westliche Zeitschrift. Videos und DVDs werden bei der Einreise untersucht) und Produkte israelischen Ursprungs.

Geld

Währung

1 Jemen Riyal = 100 Fils. Währungskürzel: RI, Y.RI, YER (ISO-Code). Banknoten gibt es im Wert von 500, 200, 100, 50 und 20 YER; Münzen sind in den Nennbeträgen 20, 10 und 5 YER im Umlauf.

Geldwechsel

US-Dollar oder Euro werden empfohlen. Es sollten nur kleinere Geldsummen getauscht werden, da es schwierig ist, die Landeswährung zurückzuwechseln. Man sollte ausreichend Bargeld mitnehmen, am besten US-Dollar.

Kreditkarten

Die gängigsten Kreditkarten werden in großen Hotels und Touristikzentren angenommen, Bezahlung in US$ bietet einen besseren Kurs als in Rial. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.
 

Reiseschecks

Können in manchen Banken und großen Hotels eingelöst werden.

Devisenbestimmungen

Die Ein- und Ausfuhr der Landeswährung ist verboten. Fremdwährung kann unbegrenzt eingeführt werden, Deklarationspflicht von Beträgen ab einem Gegenwert von 3.000 US$. Ausfuhr von Fremdwährungen unbeschränkt, darf aber den bei der Einreise deklarierten Betrag nicht übersteigen.

Öffnungszeiten der Banken

Sa-Mi 08.30-12.00 Uhr, Do 08.00-11.30 Uhr. Wechselstuben auch freitags geöffnet.

Wechselkurse

1.00 EUR = 265.2 YER
1.00 CHF = 246.54 YER
1.00 USD = 250.03 YER
Wechselkurse vom 10 Januar 2017

Reisepass/Visum

Übersicht

Pass erforderlich
TürkeiJa
SchweizJa
Andere EU-LänderJa
ÖsterreichJa
DeutschlandJa
Visum erforderlich
TürkeiJa
SchweizJa
Andere EU-LänderJa
ÖsterreichJa
DeutschlandJa
Rückflugticket erforderlich
TürkeiJa
SchweizJa
Andere EU-LänderJa
ÖsterreichJa
DeutschlandJa

Reisepass

Allgemein erforderlich, muss bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein.

Einreise mit Kindern

Deutsche: Maschinenlesbarer Kinderreisepass oder eigener Reisepass.

Österreicher: Eigener Reisepass.

Schweizer: Eigener Reisepass.

Türken: Eigener Reisepass.

Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.

Achtung: Allein reisende Minderjährige sollten unbedingt eine Vollmacht der Eltern, die nach Möglichkeit von der jemenitischen Botschaft in Berlin beglaubigt sein sollte, mit sich führen. Reist nur ein Elternteil mit einem Kind, so ist eine Vollmacht des anderen Elternteils ebenfalls zu empfehlen. Seit dem 27. Juni 2012 benötigen Kinder für Reisen in das Ausland (auch innerhalb der EU) ein eigenes Reisedokument (Reisepass / Kinderreisepass). Eintragungen von Kindern in den elterlichen Reisepass sind nicht mehr möglich.

Visum

Erforderlich u. a. für Staatsbürger der in der obigen Tabelle genannten Länder.

Visaarten

Touristen- und Geschäftsvisum (einmalige Einreise).

Visagebühren

Einmalige Einreise: 40 € (3 Monate gültig)

(bei Auslandsschecks zusätzlich 15 € Bankgebühren und 8 € Porto).

Gültigkeitsdauer

3 Monate ab Ausstellungsdatum, berechtigt zu einem Aufenthalt von 1 Monat (Verlängerung ist möglich).

Antragstellung

Persönlich oder postalisch beim Konsulat bzw. bei der Konsularabteilung der Botschaft (s. Kontaktadressen).

Antragstellung

(a) 1 Antragsformular.
(b) 1 Passfoto.
(c) Reisepass, der bei der Einreise noch mindestens sechs Monate gültig ist.
(d) Gebühren.
(e) Ggf. Aufenthaltsgenehmigung für Deutschland, Österreich oder die Schweiz.
(f) Gebühr (in bar bei persönlicher Antragstellung, per Verrechnungsscheck oder Überweisung mit Beleg) Touristenvisum zusätzlich:
(g) Genehmigung des Innenministeriums, die durch den Reiseveranstalter beantragt wird. Geschäftsvisum zusätzlich:
(h) Entsendungsschreiben der Firma mit allen relevanten Daten.
(i) Einladungsschreiben der jemenitischen Firma (ausgestellt vom zuständigen Ministerium). Bei postalischer Antragstellung muss ein frankierter Einschreiben-Rückumschlag beigelegt werden.

Bearbeitungszeit

1-2 Wochen.

Einreisebeschränkungen

Die Regierung verweigert u.a. folgenden Personen die Ein- und Durchreise:
Inhabern von Reisepässen mit israelischen Sichtvermerken (Zweitpass erforderlich).

Impfungen

Informationen zu Gesundheitstests und internationalen Impfbescheinigungen, die für die Einreise erforderlich sind, können dem Kapitel Gesundheit entnommen werden.

Meldepflicht

Bei einem Aufenthalt von mehr als einem Monat sollte eine Registrierung innerhalb der ersten Woche vorgenommen werden. Bei einem Aufenthalt von mehr als drei Monaten besteht eine Registrierungspflicht nach Einreise.

 

Ausreiseerlaubnis

Bei einem Aufenthalt im Jemen, der vier Wochen übersteigt, wird zur Ausreise ein Ausreisevisum benötigt, das mindestens sieben Tage vor Abreise bei der "Immigration Authority'' beantragt werden muss.

Kontaktadressen

Botschaft der Republik Jemen

Chemin du Jonc 19, CH-1218 Le Grand-Saconnex , Switzerland Telefon: (022) 799 05 10.
Öffnungszeiten: Termine nach tel. Vereinbarung.

Botschaft der Republik Jemen

Reisnerstraße 18-20, 1. Stock 3-4, A-1030 Wien , Austria Telefon: (+43) (01) 503 29 30/31.
Öffnungszeiten: Mo-Fr 09.00-15.00 Uhr. Konsularabt.: Mo-Do 09.00-15.00 Uhr, Fr 09.00-12.00 Uhr.

Botschaft der Republik Jemen

Generalkonsulat in Frankfurt/M. (Tel: (069) 959 24 80). Honorarkonsul in Hamburg.
Telefon: (030) 897 30 50. Konsularabt.: (030) 83 22 59 01/02.
Website: www.botschaft-jemen.de
Öffnungszeiten: Mo-Fr 09.00-15.00 Uhr. Konsularabt.: Mo-Fr 10.00-14.00 Uhr.

Yemen Tourism Promotion Board

Mujahed St., YE-Sana'a /Jemen, P.O. Box 5607, Yemen Telefon: (01) 51 05 91
Website: www.yementourism.com

Reise- und Sicherheitsinformationen

Jemen
Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 08.02.2017
Unverändert gültig seit: 01.02.2017
Landesspezifische Sicherheitshinweise Das Auswärtige Amt warnt dringend vor Reisen nach Jemen. Deutsche, die sich gegebenenfalls dort noch aufhalten, wurden aufgefordert, aus dem Jemen auszureisen. Die deutsche Botschaft in Sanaa ist vorübergehend geschlossen und kann im Notfall keine konsularische Hilfe vor Ort leisten. Die nächstgelegene deutsche Auslandsvertretung ist die Botschaft in Riad (Saudi-Arabien). Seit dem 26. März 2015 führt eine Allianz von Staaten der Region unter der Führung von Saudi-Arabien in Jemen Luftschläge gegen staatliche (insbesondere militärische) Infrastruktur durch. Die militärischen Einsätze finden vor allem in größeren Städten des Landes statt, insbesondere in der Hauptstadt Sanaa, und stellen auch für die Zivilbevölkerung eine erhebliche Gefährdung dar. Ein Ende der Militäroperationen ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht absehbar. Sowohl die politische als auch die Sicherheitslage ist im ganzen Land ausgesprochen volatil. Die Gewährleistung der Sicherheit durch staatliche Behörden ist nicht sichergestellt. Terrorismus In Jemen kommt es immer wieder zu terroristischen Anschlägen durch regionale Ableger der Terrornetzwerke Al-Qaida und des sogenannten Islamischen Staates. Wiederholt wurde im Internet auch mit Entführungen nicht-muslimischer Ausländer in Jemen und auf der gesamten arabischen Halbinsel gedroht. Westliche Ausländer – darunter nicht zuletzt deutsche Staatsangehörige – sind besonders gefährdet. Weite Teile des Landes stehen nicht unter der Kontrolle der Regierung Regelmäßig kommt es zu terroristischen Anschlägen auf Sicherheitskräfte sowie zu Sabotageakten an Infrastruktureinrichtungen. Zuletzt kam es am 10. Dezember und am 18. Dezember 2016 zu schweren Anschlägen in Aden mit jeweils mehr als 50 Todesopfern. Am 6. Oktober 2013 kam es zu einem tödlichen Anschlag auf einen deutschen Staatsangehörigen, am 27. November 2013 wurde ein russischer Staatsangehöriger erschossen. Am 5. Dezember 2013 wurden bei einem Terroranschlag in Sanaa mindestens 50 Personen getötet, darunter auch zwei deutsche Staatsangehörige. Am 5. Mai 2014 starb ein französischer Staatsangehöriger bei einem Anschlag in der Hauptstadt. Entführungen Immer wieder kommt es in Jemen zu Entführungen ausländischer Staatsangehöriger. Auch deutsche Staatsangehörige waren mehrfach betroffen. Häufig versuchten lokale Stämme damit von der eigenen Regierung Gegenleistungen zu erpressen. Die Geiseln kamen oftmals nach mehrmonatiger Geiselhaft wieder frei. Dennoch befinden sich nach wie vor Personen in der Hand von Entführern. Im Februar 2014 kam es zu einer Reihe von Entführungen ausländischer Staatsangehöriger. Al-Qaida auf der arabischen Halbinsel hat wiederholt zu Entführungen aufgerufen; es liegen Hinweise auf konkrete Planungen für Entführungen westlicher Ausländer durch das Terrornetzwerk vor. Entführungen können sich grundsätzlich im ganzen Lande, auch in den Städten sowie in der Hauptstadt, ereignen. Interne Konflikte Der bewaffnete Konflikt in Jemen dauert nach Scheitern der letzten Friedensgespräche in Kuwait im August 2016 weiter an. Weite Teile des Landes sind von täglichen Bombardierungen, Raketenangriffen  und Kampfhandlungen am Boden betroffen. Laut VN-Angaben hat der Konflikt seit März 2015 über 10.000 Opfer gefordert.  Die staatlichen Institutionen sind landesweit nur noch sehr eingeschränkt funktionsfähig. Bereits im September 2014 hatten Milizen der schiitisch-zaiditischen Huthi-Bewegung die Kontrolle über weite Landesteile, darunter auch die Hauptstadt Sanaa, übernommen und auch Teile der Sicherheitskräfte unter ihre Kontrolle gebracht. Die staatlichen Sicherheitsorgane sind nur bedingt funktionsfähig und können im Einzelfall keinen ausreichenden Schutz garantieren. Die südjemenitische Bewegung („al-hirak al-ganubi") strebt die Unabhängigkeit bzw. Autonomie des seit 1990 mit dem Nordjemen vereinigten Südens an. Es kommt weiterhin sehr rasch zu Massendemonstrationen, zum Teil verbunden mit gewaltsamen Ausschreitungen. Die Spannungen zwischen Nord- und Südjemen tragen zur Instabilität des Landes bei. Minengefahr Vor Reisen in den Süden und den Norden des Landes wird auch wegen nicht eindeutig lokalisierter Minenfelder von Fahrten abseits befestigter Straßen abgeraten, auch wenn während der letzten Jahre ein Großteil der Gebiete gesäubert werden konnte. Es verblieben Minen insbesondere entlang der Hauptstraße von Aden nach Sana'a bis Al-Anad, entlang der Küstenstraßen östlich von Aden sowie westlich von Mukalla und um die Hafenstadt Bir Ali. Neue Minenfelder soll es in den Konfliktgebieten in den Regionen Sa'ada (Dammai) und Abyan geben. Schiffsreisen/-expeditionen Vor den Küsten Somalias und seiner Nachbarstaaten sowie in den angrenzenden Gewässern besteht weiterhin ein sehr großes Risiko von Piratenangriffen und Kaperungen. Nach wie vor sind auch Schiffe tief im Indischen Ozean (um die Seychellen und Madagaskar) sowie vor Kenia, Tansania, Mosambik, Jemen und Oman gefährdet angegriffen und gekapert zu werden. Schiffsführern in den vorgenannten Gebieten wird dringend empfohlen, höchste Vorsicht walten zu lassen. Trotz der internationalen Bemühungen zur Eindämmung der Piraterie bleibt die Zahl der Piratenangriffe hoch; ein wirksamer Schutz kann nicht garantiert werden. Schiffsführern in den gefährdeten Gewässern wird eine Registrierung beim Maritime Security Centre unter www.mschoa.org dringend empfohlen. Von individuellen Schiffreisen vor und in den jemenitischen Küstengewässern wird dringend abgeraten. Aufgrund der militärischen Bedeutung der Inseln im Roten Meer sind diese zum Großteil militärisches Sperrgebiet. Wegen Fischereirechten im Roten Meer treten regelmäßig Konflikte mit Eritrea auf. Im Gebiet Bab al-Mandab und den Somalia vorgelagerten Gewässern werden zunehmend Piraterievorfälle sowie Probleme wegen des Flüchtlingsschmuggels von Somalia nach Jemen gemeldet. Vor dem Anlaufen jemenitischer Häfen wird im Hinblick auf die bürgerkriegsähnlichen Zustände in Teilen des Landes gewarnt. Bitte beachten Sie die Reisewarnung des Auswärtigen Amts für Somalia und die Gewässer um das "Horn von Afrika". Weltweiter Sicherheitshinweis Es wird gebeten, auch den Externer Link, öffnet in neuem Fensterweltweiten Sicherheitshinweis zu beachten. Reisewarnung Das Auswärtige Amt warnt dringend vor Reisen nach Jemen. Deutsche, die sich gegebenenfalls dort noch aufhalten, wurden aufgefordert, aus dem Jemen auszureisen. Die deutsche Botschaft in Sanaa ist vorübergehend geschlossen und kann im Notfall keine konsularische Hilfe vor Ort leisten. Die nächstgelegene deutsche Auslandsvertretung ist die Botschaft in Riad (Saudi-Arabien). Seit dem 26. März 2015 führt eine Allianz von Staaten der Region unter der Führung von Saudi-Arabien in Jemen Luftschläge gegen staatliche (insbesondere militärische) Infrastruktur durch. Die militärischen Einsätze finden vor allem in größeren Städten des Landes statt, insbesondere in der Hauptstadt Sanaa, und stellen auch für die Zivilbevölkerung eine erhebliche Gefährdung dar. Ein Ende der Militäroperationen ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht absehbar. Sowohl die politische als auch die Sicherheitslage ist im ganzen Land ausgesprochen volatil. Die Gewährleistung der Sicherheit durch staatliche Behörden ist nicht sichergestellt. Terrorismus In Jemen kommt es immer wieder zu terroristischen Anschlägen durch regionale Ableger der Terrornetzwerke Al-Qaida und des sogenannten Islamischen Staates. Wiederholt wurde im Internet auch mit Entführungen nicht-muslimischer Ausländer in Jemen und auf der gesamten arabischen Halbinsel gedroht. Westliche Ausländer – darunter nicht zuletzt deutsche Staatsangehörige – sind besonders gefährdet. Weite Teile des Landes stehen nicht unter der Kontrolle der Regierung Regelmäßig kommt es zu terroristischen Anschlägen auf Sicherheitskräfte sowie zu Sabotageakten an Infrastruktureinrichtungen. Zuletzt kam es am 10. Dezember und am 18. Dezember 2016 zu schweren Anschlägen in Aden mit jeweils mehr als 50 Todesopfern. Am 6. Oktober 2013 kam es zu einem tödlichen Anschlag auf einen deutschen Staatsangehörigen, am 27. November 2013 wurde ein russischer Staatsangehöriger erschossen. Am 5. Dezember 2013 wurden bei einem Terroranschlag in Sanaa mindestens 50 Personen getötet, darunter auch zwei deutsche Staatsangehörige. Am 5. Mai 2014 starb ein französischer Staatsangehöriger bei einem Anschlag in der Hauptstadt. Entführungen Immer wieder kommt es in Jemen zu Entführungen ausländischer Staatsangehöriger. Auch deutsche Staatsangehörige waren mehrfach betroffen. Häufig versuchten lokale Stämme damit von der eigenen Regierung Gegenleistungen zu erpressen. Die Geiseln kamen oftmals nach mehrmonatiger Geiselhaft wieder frei. Dennoch befinden sich nach wie vor Personen in der Hand von Entführern. Im Februar 2014 kam es zu einer Reihe von Entführungen ausländischer Staatsangehöriger. Al-Qaida auf der arabischen Halbinsel hat wiederholt zu Entführungen aufgerufen; es liegen Hinweise auf konkrete Planungen für Entführungen westlicher Ausländer durch das Terrornetzwerk vor. Entführungen können sich grundsätzlich im ganzen Lande, auch in den Städten sowie in der Hauptstadt, ereignen. Interne Konflikte Der bewaffnete Konflikt in Jemen dauert nach Scheitern der letzten Friedensgespräche in Kuwait im August 2016 weiter an. Weite Teile des Landes sind von täglichen Bombardierungen, Raketenangriffen  und Kampfhandlungen am Boden betroffen. Laut VN-Angaben hat der Konflikt seit März 2015 über 10.000 Opfer gefordert.  Die staatlichen Institutionen sind landesweit nur noch sehr eingeschränkt funktionsfähig. Bereits im September 2014 hatten Milizen der schiitisch-zaiditischen Huthi-Bewegung die Kontrolle über weite Landesteile, darunter auch die Hauptstadt Sanaa, übernommen und auch Teile der Sicherheitskräfte unter ihre Kontrolle gebracht. Die staatlichen Sicherheitsorgane sind nur bedingt funktionsfähig und können im Einzelfall keinen ausreichenden Schutz garantieren. Die südjemenitische Bewegung („al-hirak al-ganubi") strebt die Unabhängigkeit bzw. Autonomie des seit 1990 mit dem Nordjemen vereinigten Südens an. Es kommt weiterhin sehr rasch zu Massendemonstrationen, zum Teil verbunden mit gewaltsamen Ausschreitungen. Die Spannungen zwischen Nord- und Südjemen tragen zur Instabilität des Landes bei. Minengefahr Vor Reisen in den Süden und den Norden des Landes wird auch wegen nicht eindeutig lokalisierter Minenfelder von Fahrten abseits befestigter Straßen abgeraten, auch wenn während der letzten Jahre ein Großteil der Gebiete gesäubert werden konnte. Es verblieben Minen insbesondere entlang der Hauptstraße von Aden nach Sana'a bis Al-Anad, entlang der Küstenstraßen östlich von Aden sowie westlich von Mukalla und um die Hafenstadt Bir Ali. Neue Minenfelder soll es in den Konfliktgebieten in den Regionen Sa'ada (Dammai) und Abyan geben. Schiffsreisen/-expeditionen Vor den Küsten Somalias und seiner Nachbarstaaten sowie in den angrenzenden Gewässern besteht weiterhin ein sehr großes Risiko von Piratenangriffen und Kaperungen. Nach wie vor sind auch Schiffe tief im Indischen Ozean (um die Seychellen und Madagaskar) sowie vor Kenia, Tansania, Mosambik, Jemen und Oman gefährdet angegriffen und gekapert zu werden. Schiffsführern in den vorgenannten Gebieten wird dringend empfohlen, höchste Vorsicht walten zu lassen. Trotz der internationalen Bemühungen zur Eindämmung der Piraterie bleibt die Zahl der Piratenangriffe hoch; ein wirksamer Schutz kann nicht garantiert werden. Schiffsführern in den gefährdeten Gewässern wird eine Registrierung beim Maritime Security Centre unter www.mschoa.org dringend empfohlen. Von individuellen Schiffreisen vor und in den jemenitischen Küstengewässern wird dringend abgeraten. Aufgrund der militärischen Bedeutung der Inseln im Roten Meer sind diese zum Großteil militärisches Sperrgebiet. Wegen Fischereirechten im Roten Meer treten regelmäßig Konflikte mit Eritrea auf. Im Gebiet Bab al-Mandab und den Somalia vorgelagerten Gewässern werden zunehmend Piraterievorfälle sowie Probleme wegen des Flüchtlingsschmuggels von Somalia nach Jemen gemeldet. Vor dem Anlaufen jemenitischer Häfen wird im Hinblick auf die bürgerkriegsähnlichen Zustände in Teilen des Landes gewarnt. Bitte beachten Sie die Reisewarnung des Auswärtigen Amts für Somalia und die Gewässer um das "Horn von Afrika". Weltweiter Sicherheitshinweis Es wird gebeten, auch den Externer Link, öffnet in neuem Fensterweltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

 

 

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Daten wurden zuletzt aktualisiert am 22. Juli 2017

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