Reiseknigge Japan: Zu Gast beim freundlichsten Volk der Welt

am . Veröffentlicht in a&e erlebnis:reisen – Begegnungen in Augenhöhe erleben!

ae1In einem Land mit fremder Kultur passiert es manchmal schneller als gedacht: Eine für Sie übliche Geste, ein unüberlegter Witz, eine unbewusste Berührung und schon stehen Sie im Fettnäpfchen. Vorbereitung ist alles! Als kleine Unterstützung stellt Ihnen der Hamburger Veranstalter a&e erlebnis:reisen einen praktischen Reiseknigge zur Verfügung – heute dreht sich alles um Japan, das wohl freundlichste Land der Welt.

Wo schlürfen zum guten Ton gehört... und Stäbchen ein schlechtes Omen hervorsagen können

Was bei uns von schlechten Manieren zeugt, gehört in Japan zum täglichen Mahl dazu: das Schlürfen. Wird die Suppe nicht genüsslich geschlürft, nimmt Ihr Gegenüber an, die Suppe könnte wohlmöglich nicht schmecken. Zudem gehört es sich nicht, sich während des Essens nach vorne zu beugen. Stattdessen hebt man die Schale hoch, damit keine Essensreste auf dem Tisch landen.

ae2Auch bei der Verwendung von Essstäbchen ist Vorsicht geboten: Wer nämlich Speisen mit den Essstäbchen weiterreicht wirkt respektlos, da Japaner bei Einäscherungen die Knochen des Verstorbenen mit Stäbchen von Person zu Person weiterreichen. Es sollte auch möglichst vermieden werden mit den Stäbchen im Essen herumzustochern. Wie auch für viele andere asiatische Völker, hat der Reis auch in Japan einen hohen Stellenwert. Reis, der als Beilage dient, wird nicht mit anderen Lebensmitteln gemischt, sondern pur verspeist.

Während bei uns oft die Sitte herrscht, das Besteck – in dem Fall die Stäbchen – gekreuzt auf den Teller zu legen, um zu signalisieren, dass man mit dem Essen fertig ist, kann dies in Japan schnell missverstanden werden. In den Reis gesteckte Stäbchen bedeuten in Japan ein schlechtes Omen, da sie an aufgestellte Räucherstäbchen auf Beerdigungen erinnern. Am sichersten ist also die Stäbchen neben den Teller zu legen.

ae3„Schönes Wetter heute!“ – der Weg zum gelungenem Gespräch

Japaner sind ein sehr höfliches Volk, das viel Wert auf eine positive Atmosphäre legt. Daher werden Sie während einer Japan-Reise sicherlich das ein oder andere Kompliment zu hören bekommen. Darauf sollten Sie jedoch nicht mit einem „Danke“ antworten, sondern das Kompliment bescheiden zurückweisen. Nutzen Sie auch selbst Gelegenheiten für kleine Komplimente, die Ihren Gesprächspartner erfreuen werden. „Arigatou Gozaimasu“, eine sehr höfliche Form von „Danke“ werden Sie dann oft hören, worauf mit „Doitashimashite“ (gern geschehen) oder „Daijobu desu“(Macht nichts/Alles in Ordnung!) geantwortet werden kann.

Während in Deutschland gern mal Meinungen offen ausgetauscht und angeregte Diskussionen geführt werden, werden diese in Japan schnell als Streit verstanden. Beschränken Sie Gespräche daher lieber auf gängige Small Talk-Themen wie das Wetter, das Essen oder was Ihnen an Japan gefällt. Auch ein direktes „Nein“ wird hier nur selten gehört. Stattdessen wird höflich ausgewichen oder die Antwort verklausuliert. Ein „Ich bin mir nicht sicher“ ist in diesem Fall angebracht und wird vom japanischen Gegenüber als „Nein“ interpretiert, ohne dass Grund zur Sorge vor Missverständnissen bestehen muss.

Sollte Ihre japanische Begegnung zum Abschied sagen, Sie könnten „gerne einmal bei ihr/ihm vorbeikommen“, ist dies keine Einladung. Hierbei handelt es sich lediglich um eine höfliche Floskel, die Japaner oft verwenden, wenn sie Menschen zum ersten Mal begegnen.

ae4Europäer trifft auf Japaner – wie das Miteinander zweier Welten funktioniert

In Europa ist es Gang und Gäbe: Sie umarmen sich, schütteln Hände, klopfen anderen auf die Schulter oder drängen sich durch eine Menschenmenge. Japan ist auch in dieser Hinsicht anders. Es gilt mit Gesichtsausdrücken und Gesten Zuneigung zu zeigen oder Stimmungen auszutauschen. Auf Europäer wirkt das Miteinander in Japan daher oft kühl und distanziert. Auch kommt es unter japanischen Freunden häufig zu einer kleinen Verbeugung, anstatt der hier typischen überschwänglichen Umarmung. Pärchen sind in Japan meist nicht von Freunden zu unterscheiden. Händchen halten oder gar ein flüchtiger Kuss ist für die eigenen vier Wände bestimmt oder, falls diese nicht vorhanden sind, für das Lovehotel.

Während uns von Festen und anderen Veranstaltungen mit vielen Menschen das Drängen bekannt ist, wird in Japan auch hier strikt auf einen gewissen Abstand geachtet. Bei Berührung wird sich direkt mit einem freundlichen „Sumimasem“ entschuldigt. Wird dieser Abstand nicht bewahrt, wird schnell Unbehagen bei Japanern ausgelöst. Die Bewohner Tokios sind dagegen schon eher an Massenandrang gewohnt, wenn sie täglich zur Rush Hour die völlig überfüllten U-Bahnen nutzen. Hier gibt es jedoch oft Frauenwagen, in die Sie als Mann keinen Zutritt haben.

Gerade diese andere Art des Miteinanders zu erkunden ist für Reisende besonders spannend. Sie lernen schnell wie viel Bedeutung in einem Satz oder einer Verbeugung liegen kann, wie viel Herzlichkeit trotz der kleinen eingehaltenen Distanzen spürbar ist.

 Chrispoliquin Dreamstime.com  110292Weg mit den Taschentüchern!

Die Klimaanlange auf dem langen Flug war kalt und nun läuft die Nase... Wie gewohnt greifen Sie zum Taschentuch, um sie sich zu putzen. Hier sollten Sie Acht geben, denn Naseputzen gilt in Japan als Ekelfaktor. Sie treten recht tief ins Fettnäpfchen, wenn Sie das benutzte Taschentuch auch noch in die Tasche stecken, anstatt es wegzuschmeißen. Um auf Nummer sicher zu gehen, ist es ratsam erst gar nicht zum Taschentuch zu greifen, sondern die Nase möglichst leise hochzuziehen.

Japaner tragen selbst bei leichten Erkältungen Atemschutzmasken, um ihre Mitmenschen nicht anzustecken. Diese Masken sind in Japan überall erhältlich und schützen nicht nur vor Keimen, sondern auch vor Autoabgasen. Selbst zum Sport wird der Mundschutz oft nicht abgelegt.

Wie war das mit den Hausschuhen?

Ob bei Tempelbesuchen, in traditionellen Restaurants oder manchmal auch im „Izakaya“, der japanischen Kneipe: Während einer Japan-Reise müssen Sie öfters Ihre Schuhe ausziehen. Aber machen Sie sich keine Sorgen um kalte oder dreckige Füße, es stehen immer ausreichend Hausschuhe zur Verfügung.

Sollten Sie einmal ein stilles Örtchen aufsuchen, gilt besondere Vorsicht: In diesem Bereich des Hauses muss unbedingt ein anderes, spezielles Paar Hausschuhe angezogen werden, das in der Regel vor der Tür vorzufinden ist. Ist das Schlurfen mit Schuhen bei uns oft ein Zeichen von einer faulen Gangart, ist es mit den japanischen Puschen quasi unumgänglich, um sie nicht unterwegs zu verlieren. Beim Besuch von öffentlichen Toiletten ist außerdem daran zu denken, ein kleines Handtuch mitzuführen, da meist keine Tücher zum Abtrocknen bereitliegen.

Guter Service ist der Standard!

Betritt man ein japanisches Kaufhaus, erhält man sofort eine ausführliche Beratung von der Verkäuferin. Entscheidet man sich, etwas zu kaufen, begleitet sie den Kunden sogar bis zum Ausgang und verbeugt sich zum Abschied. Im Friseursalon bedankt sich der Friseur beim Kunden „für seine Mühen“ und im Restaurant schenkt der Kellner dem Gast augenblicklich das Getränk nach, sobald das Glas leer ist.

Japans Service gehört zweifelsohne zu den besten der Welt. Dennoch ist Trinkgeld den Japanern fremd, da ein hohes Niveau an Service hier die Norm bildet. So würde man sich doch vielmehr über ein Trinkgeld wundern und es Ihnen gleich wieder zurückgeben wollen. Aber keine Sorge – der Lebensstandard und die Löhne sind in Japan hoch, daher sind die Menschen nicht auf Trinkgeld angewiesen.

Eine kleine Aufmerksamkeit erhält die (neue) Freundschaft...

Wie alle Menschen freuen sich auch Japaner über Geschenke. Ein kleines Mitbringsel aus dem eigenen Land eignet sich hierfür hervorragend und wird aus Gründen der Höflichkeit teilweise sogar erwartet. Japaner bringen sogar von Wochenendausflügen und Tagestrips Geschenke für Familie und Freunde mit. Wundern Sie sich also nicht über all die vielen Souvenir- und Süßigkeitenläden in der Nähe von Sehenswürdigkeiten.

Wer aber nicht aufpasst kann mit dem Geschenk schnell den Zweck verfehlen und den Beschenkten möglicherweise sogar beleidigen. Bildet das Geschenk ein Set aus vier oder neun Teilen, beschwört man, dem japanischen Aberglauben zufolge, Unglück herbei. In weiten Teilen Asiens gilt die Vier – „shi“ – als Unglückszahl, weil sich das Schriftzeichen genauso liest wie das sino-japanische Wort für „Tod“. Sollten Sie einmal ein japanisches Krankenhaus besuchen, ist es daher möglich, dass Sie auf der Suche nach der Zimmernummer vier nicht fündig werden, da diese häufig ausgelassen wird. In Japan gilt auch die Neun – „ku“ – als unheilbringende Zahl, da dieser Begriff außerdem auch das japanische Wort für „Leid“ ist. Also lieber noch mal nachzählen, bevor Sie das Geschenk verpacken und verschenken!

Lust nun das „Gelernte“ anzuwenden? Dann entdecken Sie spontan noch im Mai oder im Herbst die vielseitigen Japan-Reisen von a&e erlebnis:reisen!

Das gesamte Reiseprogramm von a&e erlebnis:reisen finden Sie auf der Webseite des Reiseveranstalters. Zudem können Sie durch den aktuellen Gesamtkatalog 2015/16 online blättern oder ihn kostenlos anfordern – entweder online oder telefonisch unter der Rufnummer 040 – 27 14 34 70.

Nachweislich nachhaltig reisen...
a&e erlebnis:reisen ist seit März 2010 mit dem CSR-Siegel für Nachhaltigkeit und Unternehmensverantwortung im Tourismus ausgezeichnet. Als Mitglied des forum anders reisen, Dachverband für nachhaltigen Tourismus, gehört der Hamburger Veranstalter damit zu den ersten 35 zertifizierten Unternehmen. 2015 erfolgte die zweite Re-Zertifizierung mit dem Gütesiegel.

Übrigens: Seit kurzem unterstützt der Reiseveranstalter das Herzensprojekt „Virtual World School Myanmar“. Getreu dem Motto „Reisen macht Schule“ ermöglicht eine Buchung bei a&e erlebnis:reisen einen Monat Schulbildung in Burma. Im Katalog oder hier erfahren Sie mehr zum Projekt.

Kontakt

a&e erlebnis:reisen – Begegnungen in Augenhöhe erleben!
Hans-Henny-Jahnn-Weg 19
D - 22 085 Hamburg
Tel.: +49-(0)40-2714347-0
Fax: +49-(0)40-2714347-14
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Web: www.ae-erlebnisreisen.de

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