Reiseknigge für Indien – wie Sie im Land der Kontraste Fettnäpfchen vermeiden

am . Veröffentlicht in a&e erlebnis:reisen – Begegnungen in Augenhöhe erleben!

Titelbild-Indische-FrauenIn einem so kontrastreichen Land wie Indien passiert es uns Europäern manchmal schneller als gedacht: Eine für uns übliche Geste, ein unüberlegter Witz, eine unbewusste Berührung und schon stehen Sie im Fettnäpfchen...

Deshalb gilt: Vorbereitung ist alles! Als kleine Unterstützung dient dieser praktische Reiseknigge.

 

Unhöfliche Neugier? Nein, das nennt sich Gastfreundschaft!

Asiatische-TuerAls reisender Europäer stoßen Sie in Indien meist immer wieder auf große Bewunderung. Wundern Sie sich also nicht, wenn Sie auf der Straße von Fremden unvermittelt angesprochen und ausgefragt werden. Hier sind Sie der Exot, nicht der Inder! Empfinden Sie solch spontane Kontaktaufnahmen also keineswegs als unhöflich – im Gegenteil, man heißt Sie in der Art willkommen und zeigt großes Interesse an Ihnen und Ihrer Heimat. Schließlich haben nur wenige Einheimische die Chance selbst einmal den Westen zu bereisen und durch Sie können sie abseits von Film und Fernsehen mehr darüber erfahren.

Kommunikation ist in Indien generell sehr wichtig. Sie geht oft noch mit Gesten und leichten Berührungen am Arm über das Verbale hinaus. Solche Gespräche mit genervter Miene abzuwimmeln wäre äußerst unhöflich. Wenn Sie jedoch partout keine Zeit für einen kurzen Smalltalk haben, dann sollten Sie stattdessen höflich auf eine Erklärung dafür zurückgreifen, die für Ihren Gesprächspartner plausibel und nicht beleidigend erscheint.

In anderen Bereich gilt: Zurückhaltung bitte

Westliche Reisende werden zwar oft von Indern ohne weiteres willkommen geheißen und bewundert, doch kann diese positive Einstellung auch Brüche bekommen: So ist es in der indischen Gesellschaft ein Tabu Menschen des anderen Geschlechts in der Öffentlichkeit zu berühren oder gar zu küssen. Daran sollten sich Reisende zumindest auf der Straße und besonders in abgelegenen, traditionellen Regionen anpassen. Übrigens: Bei Männerfreundschaften ist das Händchenhalten in der Öffentlichkeit dagegen völlig normal.

Freizügigkeit sollte ebenso wenig durch die Kleidung erfolgen. Besonders weibliche Reisende sollten sich Beine und Schultern bedecken. Die Kleiderordnung der Inder ist generell eher konservativ und in der Regel stets sauber und akkurat.

Zu akkurater Kleidung gehören hochwertige Materialien? Nicht unbedingt: Nirgends sonst auf der Welt leben so viele Vegetarier wie in Indien. Diese Lebensweise ist hier so üblich, dass Vegetarier die Regel sind und Fleischesser als „Nicht-Vegetarier“ gelten. Daher wird auch Kleidung aus Leder nicht gern gesehen. Bei Schuhen und Gürteln gelten jedoch durchaus Ausnahmen. Ihre Treter – unbedeutend von welchem Material – sollten Sie übrigens bei Besuchen von Tempeln, Moscheen oder Privathaushalten vor Betreten ausziehen.

Eine gute Begrüßung...

Begrüßen sollte man Inder niemals mit der linken Hand, da diese zur Reinigung auf der Toilette benutzt wird und daher als unrein gilt. Aber sowieso ist das Handgeben als Begrüßung bis her nur im Business-Bereich und bei der jüngeren Generation gängig. Traditionell wird mit einer Verbeugung begrüßt. Dabei werden die Hände vor der Brust aneinander gelegt, die Fingerspitzen zeigen noch oben und der Oberkörper wird nach vorne gebeugt. Dabei wird zu jeder Tageszeit mit „Namaste“ – also „Guten Tag“ – gegrüßt.

...führt zur hoffentlich Fettnäpfchen-freien Konversation

Inder-mit-HutBereits nach kurzer Zeit in Indien fällt eines ganz besonders auf: das Schütteln und Wackeln mit dem Kopf. Doch sind die Inder denn so negativ? Im Gegenteil: Hier bedeutet das Wackeln mit dem Kopf Zustimmung oder Aufmerksamkeit, während der andere spricht. Davon können Sie sich gern anstecken lassen. Aber Achtung: Kopfschütteln ist nicht gleich Kopfschütteln! Es gibt viele feine, für Ungeübte kaum sichtbare Nuancen, die der Geste eine völlig andere Bedeutung geben können. Schwingt der Kopf kurz, gleicht dies eher einem wortlosen „Na ja“. Wird der Kopf eher abrupt geschüttelt (wie wir es in Europa kennen) und dabei manchmal noch mit der Zunge geschnalzt, heißt diese Geste tatsächlich „Nein“.

Aber egal ob ausgesprochen oder wortlos, ein „Nein“ werden Sie in Indien ohnehin eher selten zu hören bzw. zu sehen bekommen. Nicht zu wissen, wo der richtige Weg ist oder den Wunsch eines anderen auszuschlagen gleicht dem Gesichtsverlust und somit wird das Verneinen in der Regel mit vagen Floskeln umgangen.

Dann geht’s an den Tisch...

Indisches-EssenDass man in Indien traditionell ohne Besteck isst, ist den meisten Reisenden bereits bekannt. Dabei ist es jedoch ein absolutes Tabu mit der „unreinen“ linken Hand das Essen zu berühren. Mit Daumen, Zeige- und Ringfinger der rechten Hand bedienen Sie sich also an verschiedensten Speisen von großen Tellern in der Mitte des Tisches. Ein Tipp bei zu scharfem Essen: Anstatt das Gericht unhöflicherweise abzulehnen, langen Sie reichlich beim Joghurt zu, der meist gereicht wird, um die Chilis abzumildern.

Seien Sie besser wenig überrascht oder gar pikiert über die Tischsitten der Inder. Ein lautes Aufstoßen oder Ausspucken gilt hier nicht als Knigge-Verstoß. Sich bei Tisch die Nase zu Schnäuzen dagegen schon!

Und jetzt Prost – oder? In Indien wird kaum Alkohol konsumiert und auch in den wenigen Lokalen, die alkoholische Getränke anbieten, wird an Feiertagen vom Verkauf von Bier, Wein oder Schnaps abgesehen. Reisende selbst dürfen generell natürlich Alkohol trinken, sollten diesen aber zumindest in der Öffentlichkeit eher dezent konsumieren.

Und wer nach dem Essen Trinkgeld gibt und kein „Danke“ („dhanyavaad“ in Hindi) dafür bekommt, sollte nicht entrüstet sein. Auf solche Höflichkeitsfloskeln wird oft verzichtet, stattdessen strahlt Ihnen eher ein großes Lächeln entgegen. Tun Sie es den Einheimischen gleich – das ist nicht nur höflich, sondern macht auch gute Laune!

Und nun sind Sie dran

Indische-KuhAuf den vielfältigen Indien-Reisen des Hamburger Veranstalters a&e erlebnis:reisen erkunden Sie das Land der Kontraste aus neuen Perspektiven sowohl mit klassischen Höhepunkten als auch abseits der Touristenströme – aber immer mit dem Fokus Begegnungen auf Augenhöhe zu erleben.

Das Asien-Reiseprogramm a&e erlebnis:reisen finden Sie auf der Webseite des Hamburger Reiseveranstalters. Zudem können Sie durch den aktuellen Gesamtkatalog 2017/18 online blättern oder ihn kostenlos anfordern – entweder online oder telefonisch unter der Rufnummer 040 – 27 14 34 70.

Nachweislich nachhaltig reisen...

a&e erlebnis:reisen ist seit März 2010 mit dem CSR-Siegel für Nachhaltigkeit und Unternehmensverantwortung im Tourismus ausgezeichnet. Als Mitglied des forum anders reisen, Dachverband für nachhaltigen Tourismus, gehört der Hamburger Veranstalter damit zu den ersten 35 zertifizierten Unternehmen. 2015 erfolgte die zweite Re-Zertifizierung mit dem Gütesiegel.

Übrigens: Der Reiseveranstalter unterstützt das Herzensprojekt „Virtual World School Myanmar“. Getreu dem Motto „Reisen macht Schule“ bedeutet eine Buchung bei a&e erlebnis:reisen einen Monat Schulbildung für ein Kind in Burma. Im Katalog oder hier erfahren Sie mehr zum Projekt.

Kontakt

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